Legalisierung der Abtreibung
Schwangerschaftsabbruch – eine traurige Realität
Der Schwangerschaftsabbruch stellt heute mit mind. 30.000 (begründete Schätzung bei fehlender Statistik in Ö) Abtreibungen im Jahr in Österreich eine traurige Realität dar. Traurig deswegen, weil die Tötung ungeborener Kinder einerseits als Lösung für Probleme verkauft wird, und andererseits, weil sie als eine medizinische Dienstleistung dargestellt wird, obwohl sie weder der Gesundheit der Schwangeren noch der des Kindes dient.
Die in vielen Staaten überwiegend vorhandene Rechtswidrigkeit der Abtreibung wurde 2024 in Frankreich “abgeschafft” und durch ein absurdes “Recht auf Abtreibung” bzw. die Freiheit zum Schwangerschaftsabbruch ersetzt. In anderen europäischen Staaten gibt es ähnliche Bestrebungen, die Abtreibungsgesetzgebung so zu ändern, dass sie das Recht des Kindes auf Leben gegenüber dem Recht der Frau auf Selbstbestimmung unberücksichtigt lässt.
Was eine Abtreibung medizinisch, naturwissenschaftlich wirklich ist und wie sie den Schwangeren, den Frauen, tatsächlich schadet, wird ausgeblendet 1Coleman, P. K. (2011). Abortion and mental health: A quantitative synthesis and analysis of research published from 1995-2009. British Journal of Psychiatry, 199(3), 180-186. doi:10.1192/bjp.bp.110.07723 2Sullins, D.P. (2016). Abortion, substance abuse and mental health in early adulthood: Thirteen-year longitudinal evidence from the United States. SAGE Open Medicine 2016, 4:1-11. doi:10.1177/2050312116665997 3Paul, M., Lichtenberg, E. S., Borgatta, L., Grimes, D. A., Stubblefield, P.G., & Creinin, M. D. (Eds.) (2009). Management of unintended and abnormal pregnancy: Comprehensive Abortion Care. Chichester, UK: Wiley-Blackwell. (National Abortion Federation). doi:10.1002/9781444313031 4American Psychological Association Task Force on Mental Health and Abortion (2008). Report of the taskforce on mental health and abortion. Washington, DC: American Psychological Association. Retrieved from www.apa.org/pi/wpo/mental-health-abortion-report.pdf (Abgerufen am 31.05.2017).
Im Vordergrund steht ein vermeintliches Frauenrecht, eine emanzipatorische Leistung, die es unter allen Umständen zu verteidigen gilt. Gleichzeitig soll die Abtreibung als Prozedur von Ärzten ausgeführt werden. Diese müssen ihr naturwissenschaftliches Wissen ignorieren, da sie sonst unweigerlich in einen Gewissenskonflikt geraten oder ihn unterdrücken müssten. Abtreibung ist die absichtliche “medizinisch korrekte” Tötung eines Menschen unter dem Deckmantel der Selbstbestimmung der Frau, und der angenommenen Hilfsbedürftigkeit in einer durch das Kind provozierten konstruierten Ausweglosigkeit.
© 2022 Performance Picture Entertainment OG, Film „Lass uns Reden“
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Nachdem die Ärzte mit der Prozedur fertig sind, wird es dem Pflegepersonal überlassen, die Vollständigkeit der Körperteile der Feten zur “Qualitätssicherung” zu bestätigen. Ferner wird es der Frau (und dem Partner = Vater, sowie der weiteren betroffenen Familie) überlassen, mit den psychischen und körperlichen Risiken des Schwangerschaftsabbruches meist ohne jegliche Weiterbetreuung klar zu kommen.
Als Ärzteforum für das Leben Ostösterreich möchten wir unsere Standpunkte zu einigen Argumenten darlegen, die in der öffentlichen Diskussion immer wieder für die Legalisierung der Abtreibung herangezogen werden und die die Realität der Tötung ungeborener Kinder seit Jahrzehnten als medizinisch zu garantierendes Frauenrecht beschönigen, während die Gesundheit der Frau unbeachtet bleibt.
1. Eine Legalisierung der Abtreibung führt nicht zu einer Verringerung der illegalen Abtreibungen und nicht zu einem geringeren Gesundheitsrisiko für schwangere Frauen, die eine Abtreibung in Erwägung ziehen.
Ein ständig wiederholtes aber nicht belegtes Argument für die Legalisierung von Abtreibung ist, dass sie die Anzahl von Schäden und Todesfällen durch ansonsten in der Illegalität “privat” durchgeführte Abtreibungen senken würde. Die Quellen lassen diese Schlüsse jedoch nicht zu. Notwendig wäre eine genaue Betrachtung der Zahlen. Diese wird in den Berichten nicht durchgeführt und von Politikern und Journalisten oft gar nicht recherchiert.
Die Thematik hat neue Bedeutung bekommen, insbesondere seit in den USA während der COVID-19 Pandemie selbst durchgeführte medikamentöse Abtreibungen zu Hause ohne jegliche ärztliche Betreuung zunahmen, und durch die Ungültigkeitserklärung des historischen Gerichtsurteils Roe v. Wade im Juni 2022 die Gesetzgebung zu Abtreibung in vielen US-Bundesstaaten restriktiver wurde.
Geht man der genannten Behauptung nach, dass legalisierte Abtreibung die Anzahl von Schäden und Todesfällen durch ansonsten in der Illegalität “privat” durchgeführte Abtreibungen senken würde, trifft man bei den Befürwortern und entsprechenden Erwähnungen in den Medien auf falsch wiedergegebene Studienergebnisse bzw. Studien schlechter Qualität, deren Inhalte missinterpretiert und ungeprüft zur Bestätigung der Sicherheit von den o.g. telemedizinischen Abtreibungen hergenommen werden. Andrerseits werden die gleichen Studien dazu verwendet, um zu bestätigen, dass illegale (also ebenso privat ohne ärztliche Betreuung durchgeführte) Abtreibungen unsicher und mit einer erhöhten Zahl von Todesfällen verbunden seien.
Diese Studien und Angaben von medizinischen Institutionen werden wir hier kurz zusammenfassen.
2. Das Recht der Frau auf Selbstbestimmung über ihren Körper schließt nicht das Recht auf Fremdbestimmung über ihr ungeborenes Kind ein.
Dazu haben wir sowohl einen medizinisch-naturwissenschaftlichen als auch einen philosophisch-juristischen Standpunkt, der nicht neu ist, neuen Erkenntnissen über die menschliche Existenz gewachsen ist, und der der menschlichen Natur ent- und ihr nicht widerspricht.
Zum Begriff der menschlichen Natur und des Naturrechts verweisen wir auf unsere ethischen Grundlagen.
Ontologie und Eigenständigkeit des ungeborenen Menschen
Wir vertreten den medizinisch biologischen Standpunkt, dass sich ab der Befruchtung ein eigenständiger menschlicher Organismus mit eigener (wenn auch nicht individueller) genetischer Identität entwickelt, der zwar in einem Teil der Mutter entsteht, der Gebärmutter, aber biologisch nicht Teil des mütterlichen Organismus ist, wie es etwa ein eigenes Organ wäre.
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Abtreibung ist Fremdbestimmung
Zu der Behauptung, Abtreibung sei ein Paradebeispiel langwierig erkämpfter weiblicher Autonomie und Selbstbestimmung möchten wir festhalten, dass laut einer IMAS Umfrage aus dem Jahr 2022 jede zweite Frau in Österreich zu einer Abtreibung gezwungen wird 23IMASUmfrage https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20230307_OTS0145/imas-umfrage-jede-zweite-betroffene-frau-wird-zur-abtreibung-gedraengt (Abgerufen 05.01.2026) PDF der Umfrage aus der APA-OTS App. 24Dienerowitz F., Hetjens S., Bauer A.W.(2022) Gründe für den Schwangerschaftskonflikt in Deutschland – ein Untersuchungsansatz. Geburtsh Frauenheilk 82: 689–692. Abtreibung kann also nicht nur Indikator für Selbstbestimmung, sondern vor allem auch für Fremdbestimmung vieler Frauen durch eine frauen- und letztendliche körperfeindliche Gesellschaft gesehen werden, die die Unterdrückung und Manipulation schwangerer Frauen als Emanzipation tarnt. Die Entkoppelung der Schwangerschaft vom Frausein, quasi die “Befreiung” von der Schwangerschaft, sehen wir als naturfeindliche und gesundheitsschädliche Entwicklung, deren gute Absichten, also die Selbstbestimmung der Frau als Befreiung von männlicher (sexueller) Unterdrückung, nicht erreicht werden. Die Realität der Abtreibung wird ausgeblendet, sowohl die Methoden der Tötung des ungeborenen Menschen, als auch die Schäden für die weibliche Natur.
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3. Natürliche Spontanaborte rechtfertigen Abtreibung nicht und die Schutzwürdigkeit menschlichen Lebens ist unabhängig von seiner Lebensfähigkeit.
In der Natur vorkommende natürliche Selektion, Spontanaborte in der Frühschwangerschaft und Töten überschüssigen Nachwuches bei anderen Lebewesen in der Natur werden (auch unter Ärzten) als Begründung für die Zulässigkeit einer medizinischen Tötung ungeborenen Lebens angetroffen. Dem ist entgegenzuhalten, dass der Mensch im Kontrast zur tierischen Kognition mit der Fähigkeit zur universellen moralischen Beurteilung unabhängig von eigenen Interessen ausgestattet ist 25Warneken F, Tomasello M. Altruistic helping in human infants and young chimpanzees. Science. 2006 Mar 3;311(5765):1301-3. doi: 10.1126/science.1121448. PMID: 16513986.. Das bedeutet, der Mensch kann erkennen, ob eine Handlung richtig oder falsch ist, er kann auch den Unterschied zwischen einem Geschehen, einem Vorkommen in der Natur und einer bewussten, gewollten Handlung erkennen, für die er verantwortlich ist. Dieses Alleinstellungsmerkmal charakterisiert seine Natur, von der wir unter 2. schon geschrieben haben. Allein die Tatsache, dass Töten in der Natur vorkommt, rechtfertigt niemals das Töten von Menschen untereinander.
Es widerstrebt vielen Frauen, einen Menschen in ihrem eigenen Körper töten zu lassen. Solcher Art selbstzerstörerisches Verhalten kann der weiblichen Natur schaden, sowohl ihrem Körper als auch ihrer Psyche 26Höheres Todesfallrisiko nach Abtreibung: Reardon, D. C., Ney, P. G., Scheuren, F., Cougle, J., Coleman, P. K., & Strahan, T. W. (2002). Deaths associated with pregnancy outcome: A record linkage study of low income women. Southern MedicalJournal, 95(8), 834-41 27Gesundheitsschädigender Lebensstil nach Abtreibung: Burke, T. & Reardon, D. (2002). Forbidden grief: The unspoken pain of abortion. Springfield, IL: Acorn Books. 28Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach Abtreibung: Suliman, S., Ericksen, T., Labuschgne, P., de Wit, R., Stein, D. J., & Seedat, S. (2007). Comparison of pain, cortisol levels, and psychological distress in women undergoing surgical termination of pregnancy under local anaesthesia versus intravenous sedation. BMC Psychiatry, 7:24. doi:10.1186/1471-244X-7-24. Medizinisch gesprochen überwiegen die negativen Nebenwirkungen den vermeintlichen Nutzen dieser “Therapie”, weshalb wir sie als Ärzte in diesem Forum ablehnen.
Alternativen zum Schwangerschaftsabbruch
Abtreibung als die beabsichtigte medizinische Tötung eines ungeborenen menschlichen Lebens sehen wir als Ärzteforum für das Leben Ostösterreich niemals als therapeutische Handlung.
Im Gegenteil: sie ist schädlich für den ungeborenen Menschen, dessen Leben sie beendet, und für die schwangere Frau, da sie ein hohes Risiko für organische und psychische Schäden bedeutet 24IMASUmfrage https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20230307_OTS0145/imas-umfrage-jede-zweite-betroffene-frau-wird-zur-abtreibung-gedraengt (Abgerufen 05.01.2026) PDF der Umfrage aus der APA-OTS App. 25Warneken F, Tomasello M. Altruistic helping in human infants and young chimpanzees. Science. 2006 Mar 3;311(5765):1301-3. doi: 10.1126/science.1121448. PMID: 16513986. 26Höheres Todesfallrisiko nach Abtreibung: Reardon, D. C., Ney, P. G., Scheuren, F., Cougle, J., Coleman, P. K., & Strahan, T. W. (2002). Deaths associated with pregnancy outcome: A record linkage study of low income women. Southern MedicalJournal, 95(8), 834-41 27Gesundheitsschädigender Lebensstil nach Abtreibung: Burke, T. & Reardon, D. (2002). Forbidden grief: The unspoken pain of abortion. Springfield, IL: Acorn Books. 28Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach Abtreibung: Suliman, S., Ericksen, T., Labuschgne, P., de Wit, R., Stein, D. J., & Seedat, S. (2007). Comparison of pain, cortisol levels, and psychological distress in women undergoing surgical termination of pregnancy under local anaesthesia versus intravenous sedation. BMC Psychiatry, 7:24. doi:10.1186/1471-244X-7-24.
Weder aus gynäkologisch-geburtshilflichen Gründen noch aus Gründen der Selbstbestimmungsrechten der Frau sehen wir die beabsichtigte medizinische Tötung eines ungeborenen menschlichen Lebens gerechtfertigt.
Die naturwissenschaftliche und anthropologische Anerkennung des ungeborenen Menschen ab der Befruchtung ist die Voraussetzung, um in jeder beabsichtigten medizinischen Tötung unabhängig von den Umständen eine gewaltsame Freiheitsbeschränkung dieses Menschen zu sehen, der in jedem Fall zu schützen ist. Das gilt in gleichem Maße für die verbrauchende Embryonenforschung und die Vernichtung von Embryonen bei IVF, IVG (In Vitro Gametogenese) und PID (Präimplantationsdiagnostik).
Trennen nicht Töten
Die Alternativen zum Fetozid in gynäkologisch-geburtshilflichen lebensbedrohlichen Situationen sind immer gegeben, die Absicht soll dabei immer sein, soweit irgendwie möglich, das Leben beider Menschen, Mutter und Kind zu retten. Dies wurde weiter oben schon ausreichend beschrieben.
Eine Trennung des ungeborenen Kindes von der Mutter ist in Extremfällen eine gänzlich andere Handlung als eine beabsichtigte Tötung. Die ausschließliche Bewertung des messbaren Phänomens als ausschlaggebend zu nehmen (Positivismus), und daher keinen Unterschied zwischen Abtreibungen und Spontanaborten zu sehen, ist nicht zulässig. Wir vom Ärzteforum für das Leben Ostösterreich machen aber diesen Unterschied.
Auch die “therapeutische Reduktion” von Mehrlingsschwangerschaften zur Hebung der Überlebenswahrscheinlichkeit und Gesundheit der übrigbleibenden Mehrlinge sehen wir in keinem Fall ohne Alternative. Davon moralisch zu unterscheiden ist wiederum z.B. die endoskopische Laserkoagulation von Plazentagefäßen beim Twin-Twin-Transfusion Syndrom, die zu einem Verkümmern eines der Feten führen kann, aber in der Absicht geschehen kann, beide zu retten.
Fetale Therapie und Perinatale Palliativmedizin
Fehlbildungen, die beim Organscreening festgestellt werden, stellen ebenfalls keine Indikation für eine beabsichtigte medizinische Tötung des ungeborenen kranken oder behinderten Menschen dar. Für viele pränatale Erkrankungen und Fehlbildungen existieren evidenzbasierte Therapien (z.B. Spina bifida, Hydrothorax, Twin-Twin-Transfusionssyndrom oder fetale Aortenvalvuloplastie bei Linksherzhypoplasie). Gerne beraten wir in diesen Situationen und helfen schwangeren Frauen, entsprechende Zentren zu finden: Beratungstermin vereinbaren. Wie alle Krankheitszustände sind auch perinatal festgestellte Fehlbildungen nicht automatisch mit einem zukünftig unglücklichen, mit einem misslungenen Leben verbunden. Leiden kann sogar ein Ort der Sinnfindung sein und das Empfangen von Liebe bedeuten. Nach wie vor begleiten wir als Ärzte viel mehr Menschen in solchen Situationen, als wir sie heilen können.
Bei mit dem Leben nicht vereinbaren fetalen Erkrankungen oder Fehlbildungen stellt die perinatale Palliativmedizin die Alternative zur Abtreibung aus “medizinischer Indikation” dar. Es ist plausibel, dass die perinatale Palliativmedizin den Eltern mehr Wege der psychischen Bewältigung eröffnet und weniger psychische Schäden verursacht als die medizinisch beabsichtigte Tötung kritisch kranker oder fehlgebildeter Ungeborener. Diese Zusammenhänge wurden noch in keiner Studie untersucht 31Studnicki, J., Skop, I. Is Induced Abortion Evidence-Based Medical Practice?. Medical Research Archives, [online],12(6), june 2024. ISSN 2375-1924. Available at: https://esmed.org/MRA/mra/article/view/5506. Date accessed: 05 jan. 2026. doi: https://doi.org/10.18103/mra.v12i6.5506..
Hilfe statt Abtreibung
Frauen, die eine Beratungsstelle aufsuchen, gaben an, in den häufigsten Fällen durch biographische Gründe in einen Schwangerschaftskonflikt zu geraten 32Profemina Beratungsstatistik https://www.1000plus.net/sites/default/files/documents/Profemina-SSK-Report-2024.pdf.
Zu biographischen Gründen zählen ungeplante Schwangerschaften, die Ausbildungssituation und die Unreife der Beziehung.
Die Alternative zur Abtreibung sollte ein entsprechender Aufwand zur Hilfe solcher Schwangeren sein, damit sie das Kind auch zum Wohl ihrer eigenen Gesundheit in jeder Situation behalten kann.
Mehr als 50% der Frauen gaben bei der Beratungsstelle Profemina biographische Gründe, Überlastung und Beziehungsprobleme als Grund für einen Schwangerschaftskonflikt an.
Als Überlastung gaben mehr als ein Drittel der Frauen an, bereits Mutter zu sein und mit einem weiteren Kind überfordert zu sein.
Von den Frauen, die vermutlich gar nicht zu Beratungsstellen gehen, werden wie in der IMAS Umfrage beschrieben (siehe oben) etwa 50% zu einer Abtreibung von anderen gezwungen 23IMASUmfrage https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20230307_OTS0145/imas-umfrage-jede-zweite-betroffene-frau-wird-zur-abtreibung-gedraengt (Abgerufen 05.01.2026) PDF der Umfrage aus der APA-OTS App..
Frauen in diesen Situationen vorzuenthalten, dass bei der Abtreibung ihr ungeborenes Kind zerfetzt im Biohazard Müll der Klinik landet und sie selbst gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind, ist nichts anderes als ein medizinischer Aufklärungs- und Kunstfehler.
Die Details dieser Prozedur den Frauen nicht zumuten zu wollen, weil sie nicht objektiv seien und womöglich doch zur Entscheidung für das Kind führen könnten, entspricht nicht den Kriterien einer ärztlichen Aufklärung. Die Alternative für uns kann nur eine lebensbejahende, für die Gesundheit der Frau und ihres Kindes heilsame Medizin sein.
Abtreibung ist kein Verhütungsmittel
Es kann nicht unerwähnt bleiben, das wir Abtreibung in keinem Fall als verspätetes Mittel der Verhütung verstehen, genausowenig wie die Gabe der sog. Pille danach.
Dass es in unserer Gesellschaft trotz der weitverbreiteten Nutzung von künstlicher Verhütung zu mindestens 30.000 Schwangerschaften im Jahr in Österreich kommt, die abgetrieben werden, sollte allen zu denken geben, die in Verhütungsmitteln die alleinige Lösung des Problems sehen.
Hilfe nach Abtreibung
Als Mitlgieder des Ärzteforums für das Leben Ostösterreich sehen wir uns verpflichtet, Frauen und Männern, die an den Folgen einer Abtreibung leiden, die richtigen Anlaufstellen zur Heilung dieser Posttraumatischen Belastungsstörung zu vermitteln.
Abtreibung hinterlässt massiven Schaden in der Körper-Seele Einheit der Frau, der, wie jedes Trauma, je nach Persönlichkeit und Umfeld unterschiedlich ausgeprägt ist und erkannt oder verdrängt werden kann 34Curley, M. & Johnston, C. (2013). The characteristics and severity of psychological distress after abortion among university students. Journal of Behavioral Health Services & Research, 279-293. doi:10.1007/s11414-013-9328-0. Dieses Thema in Anamnesen anzusprechen ist keine moralische Beurteilung oder Schuldzuweisung, sondern ärztliche Pflicht, da psychologische und psychosomatische Schäden damit verbunden sein können.
Die oft angeführten Umfrageergebnisse, die meisten Frauen würden keine langfristigen psychischen Folgen davontragen und die Entscheidung langfristig als richtig bewerten, entsprechen nicht unserer täglichen Erfahrung als Familienmediziner.
Neben Psychologen und Psychotherapeuten bieten Seelsorger von SaveOne Europe ein umfangreiches und professionelles Traumabewältigungsprogramm an, zu dem wir gerne vermitteln.
Quellen / Literatur
- 1Coleman, P. K. (2011). Abortion and mental health: A quantitative synthesis and analysis of research published from 1995-2009. British Journal of Psychiatry, 199(3), 180-186. doi:10.1192/bjp.bp.110.07723
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- 3Paul, M., Lichtenberg, E. S., Borgatta, L., Grimes, D. A., Stubblefield, P.G., & Creinin, M. D. (Eds.) (2009). Management of unintended and abnormal pregnancy: Comprehensive Abortion Care. Chichester, UK: Wiley-Blackwell. (National Abortion Federation). doi:10.1002/9781444313031
- 4American Psychological Association Task Force on Mental Health and Abortion (2008). Report of the taskforce on mental health and abortion. Washington, DC: American Psychological Association. Retrieved from www.apa.org/pi/wpo/mental-health-abortion-report.pdf (Abgerufen am 31.05.2017)
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- 26Höheres Todesfallrisiko nach Abtreibung: Reardon, D. C., Ney, P. G., Scheuren, F., Cougle, J., Coleman, P. K., & Strahan, T. W. (2002). Deaths associated with pregnancy outcome: A record linkage study of low income women. Southern MedicalJournal, 95(8), 834-41
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- 28Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) nach Abtreibung: Suliman, S., Ericksen, T., Labuschgne, P., de Wit, R., Stein, D. J., & Seedat, S. (2007). Comparison of pain, cortisol levels, and psychological distress in women undergoing surgical termination of pregnancy under local anaesthesia versus intravenous sedation. BMC Psychiatry, 7:24. doi:10.1186/1471-244X-7-24
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